Qualität setzt sich durch! In einer schnelllebigen Medienwelt mit immer neuen Stars und Trends sind es am Ende doch die etablierten Namen und Künstler, die sich behaupten und die die vorderen Plätze der internationalen Charts belegen.
Die Biographie
Qualität setzt sich durch! In einer schnelllebigen Medienwelt mit immer neuen Stars und Trends sind es am Ende
doch die etablierten Namen und Künstler, die sich behaupten und die die vorderen Plätze der internationalen Charts belegen.
„Da weiß man, was man hat“, könnte das Motto von Käufern und
Hörern sein, die immer öfter bei Bewährtem und Bekanntem zugreifen, anstatt kurzlebigen Entwicklungen zu folgen. Wie gesagt: Qualität setzt sich durch!
Mit ihrem mittlerweile sechsten Studioalbum gehören LONDONBEAT endgültig zum Etablissement des internationalen Geschäftes. Nach dem viel beachteten Comeback Album „Back in the Hi-Life“ aus dem vergangen Jahr folgt jetzt mit „Gravity“ und der Singleauskopplung „Heaven“ die konsequente Fortsetzung einer langen Erfolgsgeschichte, bei gleichzeitiger konsequenter Fortsetzung des bestehenden Erfolgsrezeptes.
Es ist der typische LONDONBEAT-Sound, der die Hörer verzaubert, der sich in den Radioplaylists geradezu „festgebissen“ hat und der im vergangenen Jahr zum Beispiel in Russland Hunderttausende zu den Konzerten gelockt hat. „Die Leute mögen unseren Sound“, sagt Jimmy Helms, Mastermind und Sänger. „Die Veranstalter buchen uns von Jahr zu Jahr und können sich darauf verlassen, dass es den Leuten gefällt.“
Kein Wunder. Wer erinnert sich nicht an „I’ve been thinking about you“. Das war ihre große Nummer, DER Welthit. Anfang der 90iger Nummer 1 in Deutschland, Nummer 1 in Amerika, Nummer 2 in England. Eines dieser Lieder, das einem die Sonne ins Gesicht zaubert. Du hörst es einmal und vergisst es nicht mehr. „Es ist schon wunderbar, wie ein oder zwei Songs dich für immer ins Gedächtnis von vielen Millionen Menschen einbrennen können“, so Helms. „Wir haben uns nachher oft gefragt: Warum ausgerechnet ‚I’ve been thinking about you’“? Ich denke, die Leute verbinden ihr Leben zu jener Zeit mit diesem Song. Sie wissen noch, wo sie waren und was sie getan haben, als sie ihn zum ersten Mal hörten. Man kann so etwas nicht planen. Das passiert einfach.“ Mehr als drei Millionen Mal verkauft sich die Single, Londonbeat sind plötzlich globale Superstars des Pop.
Mit „You bring on the Sun“ gibt es auf dem Folgealbum wieder einen Top Ten Hit, aber danach gehen die Gruppenmitglieder, die sich 1987 als Backgroundsänger von Paul Young zusammengefunden hatten und ein Jahr später mit der Ballade „9 a.m. (The Comfort Zone)“ den ersten Charterfolg feierten, erst einmal ihrer Wege. Helms schreibt ein paar Songs und widmet sich ansonsten wieder seinem „Lebenswerk“ – einem als Trilogie angelegten, „mystisch-historischen Roman über die Eroberung Amerikas durch die Europäer.“ Seit 15 Jahren sitzt er nun da dran. Doch der Schmöker muss auch weiter warten. Denn zusammen mit dem Gründungskollegen Jimmy Chambers sowie dem Gitarristen Myles Kayne macht Helms, motiviert durch die Erfolge von „Back in the Hi-Life“ und der Chartsingle „Where are U“ weiterhin das, was die Fans wollen: LONDONBEAT.
Übrigens: Brite ist keiner bei LONDONBEAT, aber alle drei leben
mittlerweile dort. Helms kommt aus Boston, Kayne aus Florida
und Chambers stammt gebürtig aus Trinidad.
Warum also LONDONBEAT?
„Als die Band anfing, da gab es diesen unverkennbaren London-Sound.
Soul II Soul, Fine Young Cannibals, Neneh Cherry. Diesen Sound haben
wir damals aufgegriffen und uns deshalb LONDONBEAT genannt.“
Zwar hat Marc Goldschmitz, der zweite Gitarrist die Band Anfang des Jahres verlassen, um sich zukünftig vermehrt um seine Soloprojekte zu kümmern, doch zum Trio geschrumpft machen LONDONBEAT da weiter, wo sie im vergangenen Jahr aufgehört haben. Unter dem bewährten Dach von Coconut Records und wieder angeführt von den „Coconut Machern“ Tony Hendrik und Karin Hartmann vereint „Gravity“ den bewährten LONDONBEAT Sound, eingängige Melodien und Hits mit modernster Produktion. Unterstützt wurden Helms und Co. dabei erneut von Produzent Sylvester Simmons sowie erstmalig vom Multi-Platin Producer Tony Catania (u.a. „Scatman“)
In den Coconut-eigenen Studios entstand im Frühjahr 2004 ein Album, das durch seine Bandbreite überzeugt. „Heaven“, die erste Singleauskopplung wird mit Helms´ unverkennbaren Stimme garantiert wieder für angenehmes „Gänsehaut-Feeling“ sorgen, „Bustin Free“ beeindruckt den Hörer mit genialen Gitarren-Arrangements und einem Refrain, der sich – einmal gehört – für immer in die Hirnwindungen „fest brennen“ wird und „Walls of Love“ vermittelt durch die positive Melancholie soviel Stimmung, dass man den Titel am liebsten gleich noch mal hören will. Weitere Anspieltips sind „Brother & Sisters“, eine wunderschöne Ballade, sowie „Kiss of Life“.
Irgendwie fällt es aber schwer, sich für einen Titel zu entscheiden. LONDONBEAT haben ein wirklich gutes Album abgeliefert und nicht bloß 3 Singles mit weiterem Füllmaterial. Ein Album, das man gern komplett von Anfang bis zum letzten Ton anhört. „Gravity“ ist erwachsen, ohne langweilig zu sein, reif, ohne spießig zu erscheinen und wunderschön, ohne das es kitschig wird. Die positive Stimmung, der musikalische Sonnenschein wurde behalten.
„Unsere gute Laune ist uns nicht peinlich“, so Jimmy Helms. „Wir schämen uns nicht dafür, dass wir eine erfahrene Band sind. Wir sind uns des Nostalgie-Faktors durchaus bewusst und freuen uns, wenn wir noch die Leute erreichen, die uns vor über zehn Jahren schon mochten. Aber wie schon beim letzten Album wollen wir auch ein Signal setzen. Dass wir uns mit den alten Elementen plus neuer Ideen weiter nach vorne bewegt haben. Ich würde sagen, wir sind ein neues Londonbeat, das nicht vergessen hat, wo es herkommt.“ Den Hörer wird es freuen, denn – wie bereits erwähnt: Qualität setzt sich durch!